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Der Räderkauf … oder wie man die Freude am Fahren verliert.

Eine kleine Geschichte – schon mal für die langen Winterabende…
Vorgeschichte, Sommer 2007
Mal wieder hatte ich mir eine Felge endgültig ruiniert, und mal wieder war diese Felge nirgendwo mehr aufzutreiben. Also ging die Suche nach 4 neuen Felgen wieder von vorne los. War gar nicht so einfach, weil kaum noch jemand schöne 17″ 4-Loch-Felgen für meinen ollen Megane herstellt.

Aber dann doch fündig geworden und per E-Mail die Felgen (7×17″) über meinen Renaulthändler bestellt. Und gleich dazu meine Lieblingsreifen (Avon ZZ3) in 205/40R17. Sollte alles für den Heimaturlaub bereit sein.

Der Urlaub (2008)
Kurz vor der Reise nach D-Land kam die freudige EMail, dass alles parat sei, Felgen und Reifen zur Montage bereit seien, und für die erste Woche direkt einen Termin ausgemacht.

Cabrio abgeholt, mit den Winterschlubben zum Händler und die neuen Räder montiert. Als der Megane dann wieder auf allen Vieren stand, dachte wir bereits „mann die sehen aber gross aus“. Dachten uns aber nix dabei und führten es auf die schwarzen Felgen zurück.

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Megane am Ring

Der Schock
Dann flux zum TÜV für die Abnahme und dort der Schock: es waren die falschen Reifen: 205/45 statt 205/40. Kann man sich leicht ausrechnen, dass die Reifen zwei Zentimeter grösseren Durchmesser haben! Deswegen sahen die auch so gross aus! Tieferlegeung ade, Geländewagen ahoi!

Hin und her telefoniert, und es war ein Fehler des Reifenhändlers (ok, meinem Renaulthändler und mir hätte das auch auffallen müssen). Jedenfalls hat der Reifenhändler gesagt, wir sollen eine Einzelabnahme machen lassen, er würde die Kosten übernehmen, weil es ja sein Fehler war.

Die Erleichterung
Die Einzelabnahme wurde gemacht. Laut Prüfer scheuert und schleift nix und nach einer Schrecksekunde, ob der Tache noch angepasst werden müsste, hatte ich das Gütesiegel und durfte nun legal 205/45R17 Reifen fahren.

Jetzt mussten die Reifen aber noch schonend eingefahren werden, und bei einer kleinen Runde fiel mir auf, dass ein Reifen deutlich Luft verliert. Zum Händler zurück, wusste ja nicht, ob der Reifen oder gar die Felge eine Macke hatte. Es war dann aber nur ein undichtes Ventil, das sofort repariert (sprich ersetzt) werden konnte. Trotzdem war der Tag gelaufen.

Die Frustkäufe
Ich hab mir dann gegen die schlechte Laune ein neues Autoradio und ein neues Navi gekauft.

Der Ärger
Nach einem vorsichtigen Wochenende Montags zum ersten Mal wieder Kurvenfahren. Aber bei jedem Einlenken rubbelte es komisch und Megacab, der hinter mir fuhr, meinte, was das denn für ein Gestank sei.

Da hatte der TÜV Heini wohl Petersilie in den Ohren und Tampons in der Nase bei der angeblichen Testfahrt. Die Reifen passen nämlich ganz und gar nicht, die scheuern beim Einlenken und Bremsen innen am Kotflügel. Der nächste Tag war gelaufen.

Das Warten
Wieder meinen Händler angerufen, was zu tun sei. Mittlerweile war ich schon so angenervt, dass es mir fast egal war, welche Reifen er besorgen kann, hauptsache die richtige Grösse. Mir ist klar, dass ich die Avon in der Zeit nicht mehr kriegen kann. Jedenfalls geht das erst am Freitag und so muss ich noch warten, wie die Geschichte ausgeht. Morgen wird erst mal der TÜV Depp lang gemacht, weil er dem Reifenheini ein Gefälligkeitsgutachten gemacht hat. Methoden wie in China!

Der Tacho
Der Tacho ist jetzt ziemlich genau, also nix mehr mit 10% Tachoschwund! Das wird mir die Stadt Köln dann auch noch schriftlich bestätigen.
Deswegen hab ich mich jetzt aus allen Touren-Diskussionen ausgeklinkt. Sogar mein Alpentrip steht auf der Kippe. So ein Sch…
… to be continued …
Die Geschichte geht weiter … und schon mal vorab: mit einem kleinen Happy End.

Die Suche nach Platz
Also letzte Woche erst mal zu meinem Renault Händler. Auf diesem Wege einen Gruss dorthin, er hat wirklich alles probiert mich vor dem Kauf vier neuer Reifen zu bewahren. Wir also den Innenkotflügel abemacht und geguckt, ob man irgendwo ein paar Millimeter Platz finden kann. Geht aber ausgerechnet beim Cabrio nicht, weil der Schweller so weit durch gezogen ist. Wenn Ihr mal ein altes Megane Cabrio seht, der kleine „Knubbel“ im Radkasten, quasi die Verlängerung des Schwellers, daran reibt sich das Rad beim Lenken und Bremsen. (Ich frag mich, wie YellowCab seine 215er da unterbringt?) Also nichts zu machen. Am Meggy soll ja auch nix gebördelt oder gedengelt werden, schliesslich ist ein 9 Jahre alter rostfreier Franzose was Wert, oder?

Der TÜV
Um es kurz zu machen: die TÜV Leute hielten sich ziemlich bedeckt. Haben schon eingesehen, dass sie da ebenfalls Bockmist gebaut haben; aber ausser „Dat musste wegflexen, dann passt dat schon“ kamen da keine brauchbaren Vorschläge. Der eine lehnte sich sogar soweit aus dem Fenster und meinte, „dann passen die 205/40er auch nicht“. Blöder Nasenbär! Die fahr ich seit 6 Jahren mit verschidenesten Felgenbreiten und ETs. Sogar über Mischbereifung vorne/hinten hatten wir nachgedacht, aber die Rädergrößen sind zu unterschiedlich, da würde beim Megane das ABS aussteigen.

BTW, der Reifenhändler wollte die Reifen jetzt natürlich nicht mehr tauschen – wären ja nun schon gelaufen.

Die Lösung
Also zurück zu meinem Freundlichen und auf der Bühne nochmal geguckt. Dann kam der Gedanke „Wenn das Profil weit genug abgefahren ist, dann passt das. Das schaffen Sie doch an einem Wochenende, oder?“ Gesagt, getan. Und nach 300km Kurvenkratzen in der Eifel (Grüße an Maik, an dessen herrlichen Strecken ich mich erinnerte.) scheuerte in der Tat nix mehr. Und man braucht auch nur einen Nachmittag dafür.

Aber…
…leider zieht der arme Kleine jetzt nicht mehr richtig – den grösseren Umfang merkt man deutlich. Und man fährt tendenziell jetzt immer einen Gang tiefer, da freut sich der Spritverbrauch.

Aber ich weiss auch wieder ganz genau, warum ich die ZZ3 haben wollte. Da klebt der Megane. Nur noch bei ganz extremen Einbremsen schleift es noch ein wenig. Aber man soll bei einer sauberen Linie ja auch vor der Kurve bremsen – dann passt alles.

So, jetzt werd ich noch was Profil in den Alpen lassen und eine Woche die Schweizer Alpenpässe unsicher machen. Der schwarze Schatten wird mich da wieder antreiben.

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Megane im Allgäu

Apropos Panne, hatte ich erwähnt, dass ich gestern nochmals in der Werkstatt war? Das viele Rumstehen und dann plötzlich gefordert werden bekommt dem Kleinen wohl nicht so gut, und so ist jetzt noch der Bremszylinder fällig geworden. Wäre kein Akt, wenn Renault noch einen in D-Land vorrätig hätte. Das müsste aber aus Frankreich kommen Aber zum Glück gibt es eine pragmatische Lösung von Renault: der Zylinder vom Megane Kombi passt auch. Mal sehen, morgen soll ich ihn wieder bekommen.

 

Nachtrag: diese Geschichte hatte ich 2008 ursprünglich im Forum von cabrionews.de gepostet.

Nachtrag 2: Besagte Alpentour wurde abgebrochen, Riss im Krümmer, aber das ist wieder eine andere Geschichte.

 

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